Ein Bus, zwei PKW, 54 Verletzte, 186 Einsatzkräfte, 2 Suchhunde, 32 Einsatzfahrzeuge und steiles Gelände - das waren die Zutaten für eine Großunfallübung am Samstag, den 08.10.2022 in Arzl im Pitztal. Ein Vollbesetzter Reisebus durchbrach im Ortsteil Leins in einer scharfen Kurve die Leitschiene, kam von der Fahrbahn ab und stürzte sich überschlagend ca. 20 Meter ab. Damit nicht genug, riss der Bus noch zwei PKW mit in die Tiefe. Auf der „Beifahrerseite“ liegend, teilweise auf den beiden PKW, kam er dann zum Stillstand. Mehrere Insassen wurden aus dem Bus geschleudert und kamen auf der Böschung zu liegen. Im Bus und in den beiden PKW wurden Fahrgäste eingeschlossen, eingeklemmt und sogar gepfählt. Der Rettungsdienst führte eine Triage durch und die Feuerwehren befreiten die Patienten mit hydraulischen Rettungsgeräten aus ihren misslichen Lagen. Mittels Schleifkorbtragen wurden die Patienten zurück auf die Straße befördert und vom Rettungsdienst weiter medizinisch versorgt und abtransportiert. Da nicht ausgeschlossen werde konnte, dass Personen abhängig waren, wurde durch die Bergrettung und der ÖRHB ein Sucheinsatz gestartet. Nach ca. 2,5 Stunden, welche durchaus schweißtreibend waren, wurde die Übung mit einer kurzen Übungsbesprechung beendet. Im Einsatz standen die Feuerwehren aus Arzl im Pitztal, Leins, Wald, Imst, Wenns und Jerzens. Ebenfalls der Rettungsdienst, die Polizei, die Bergrettung, die Rettungshundebrigade, die Bezirkszentrale und die Leistelle Tirol. Im kleinen Kreis begann dann das sehr wichtige fachsimpeln unter den Einsatzkräften um noch besser zu werden.Auf diesem Weg bedanken wir uns nochmals bei der Feuerwehr Leins für die ausgezeichnete Vorbereitung und die Einladung zur Übung.
Bilder: BFV/Dullnig ®, Feuerwehr Arzl im Pitztal ®